SEV_SubPsy_01_01_00_00_26_0108 Störungen erleben und verstehen - Substanzkonsumstörungen und Psychosen
Nahezu zwei Drittel aller neu zugewiesenen untergebrachten Personen im LWL-Maßregelvollzug haben Ihre Delikte in Verbindung mit Schizophrenien und Psychosen begangen. Typisch für diese Störungsbilder sind veränderte Sinne, z. B. Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen, Denken und Tasten. Sie können z.B. Wahnvorstellungen erleben oder Stimmen hören, die es nur in ihrer Wahrnehmung gibt. Dadurch können Betroffene einen stark gestörten Bezug zu sich und ihrer Umwelt haben.
Oft gehen psychische Erkrankungen auch mit Substanzkonsumstörungen einher. Süchtige Personen entwickeln nicht selten Psychosen, psychotisch erkrankte Menschen konsumieren häufig in abhängiger Weise Suchtmittel, insbesondere, um ihren Leidensdruck im Umgang mit den veränderten Sinnen und den Menschen in ihrer Umwelt zu minimieren.
Ziele:
Die Teilnehmenden erwerben ein grundlegendes Verständnis für Psychosen und Substanzkonsumstörungen sowie deren Auswirkungen auf Wahrnehmung, Denken und Verhalten. Sie lernen, auffälliges Verhalten untergebrachter Personen mit diesen Störungsbildern besser einzuordnen und gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen. Die Veranstaltung stärkt den respektvollen und wertschätzenden Umgang mit Menschen mit Schizophrenien, Psychosen und Substanzkonsumstörungen, um angemessen, deeskalierend und respektvoll mit untergebrachten Personen im Arbeitsalltag zu kommunizieren.
Inhalte
- Einführung in das Symptomerleben von untergebrachten Personen mit und Schizophrenien, Psychosen und Substanzkonsumstörungen
- Erklärungsmodelle zur Krankheitsentstehung und zum Verlauf werden vorgestellt
- Einführung in die Grundlagen einer respektvollen und wertschätzenden therapeutischen Unterbringung und Behandlung im LWL-Maßregelvollzug
- Praktische Tipps für die Optimierung der Beziehungsarbeit
Besonderheiten Veranstaltungsort
Bitte beachten Sie bei Ihrer Anreise, dass die Parkplatzsituation vor Ort herausfordernd ist. Reisen Sie daher möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln an oder planen ausreichend Zeit für die Parkplatzsuche mit ein. In der näheren Umgebung befinden sich diverse Parkhäuser, die fußläufig ca. 10 Minuten entfernt liegen.Zielgruppen
- Beschäftigte der Sekretariate, Schreibdienste, Haustechnik, Pforten sowie für Pflegeassistent:innen
Referentin / Referent